Season 4 auf DVD

Die DVD-Sets zur
letzten Staffel der Serie




Deutsche Halbstaffelboxen
ab 22.07. + 02.09.2010

Caprica City
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4.0: DEUKUS
4.5: DEUKUS












Pilot (TV-Fassung)


Deutscher Titel: Pilot, Teil 1 & 2
Nummer: 1.01
Weltweite Erstausstrahlung: 22.01.2010
Deutsche Erstausstrahlung: (noch) unbekannt

Drehbuch: Remi Aubuchon & Ronald D. Moore
Regie: Jeffrey Reiner

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Hauptcast: Eric Stoltz (Daniel Graystone), Esai Morales (Joseph Adama), Paula Malcomson (Amanda Graystone), Polly Walker (Clarice Willow), Alessandra Torresani (Zoe Graystone), Magda Apanowicz (Lacy Rand), Avan Jogia (Ben Stark)
Gastschauspieler: Genevieve Buechner (Tamara Adama), William B. Davis (Minister Chambers), Anna Galvin (Shannon Adama), Hiro Kanagawa (Cyrus Xander), Brian Markinson (Jordan Duram), Sina Najafi (William Adama), Sasha Roiz (Sam Adama), Veena Sood (Joan Leyte)

Kurzinhalt




Caprica von einem religiös motivierten Terroranschlag aufgewühlt. Als sich der Staub dieser Tragödie legt, treffen die trauernden Familien Graystone und Adama aufeinander - eine Begegnung, welche den Lauf der Welten für immer verändern wird.


Langinhalt

Die TV-Version des Pilotfilms unterscheidet sich vor allem in den neuen Effektsequenzen, welche die Welt Caprica zum Leben erwecken. An dieser Stelle soll deshalb nur ein Eindruck der visuellen Effekte vermittelt werden. Eine ausführliche Inhaltsangabe findet sich in unserem Guide zur DVD-Version des Pilotfilms.




Review

Viel Zeit musste vergehen, bis Ronald D. Moore und David Eick ihr "Battlestar Galactica"-Prequel verwirklichen konnten. Seit dem Jahr 2006 arbeiteten die beiden Produzenten zusammen mit Autor Remi Aubuchon an der Serie, welche den Erfolg von "Battlestar Galactica" wiederholen und gleichzeitig ein völlig neues Publikum ansprechen sollte.

Nachdem es zunächst so aussah, als würde das Konzept in der sogenannten "Development Hell" versickern, wurde es zwei Jahre später doch noch vom Sender Sci Fi als Pilotfilm wiederbelebt und schließlich überraschend als Serie in Auftrag gegeben. Einer der Beweggründe mögen dabei die recht guten DVD-Verkaufszahlen von "Battlestar" gewesen sein, wahrscheinlich wird jedoch auch der Autorenstreik eine Rolle gespielt haben, durch den der Sender aus Mangel an neuem Material gezwungen war, auf bereits vorhandene Projekte zurückzublicken.

Im Anbetracht dieser Umstände mag es überraschen, wie sehr "Caprica" auf eigenen Füßen steht. Trotz einiger Überschneidungen an kreativem Input, Settings und Charakteren schafft es der Pilotfilm eine selbstständige Geschichte zu erzählen, die auch stilistisch einen eigenen Weg einschlägt – über achteckiges Papier und das Fluchwort "Frak" kommen die Gemeinsamkeiten zwischen Mutterserie und Spin-Off auf den ersten Blick kaum hinaus.

In seinem Herzen ist "Caprica" ein Gesellschaftsdrama, welches eine Zivilisation mit ihren zahlreichen Widersprüchen und Konflikten zeigt: Reichtum und Armut, Einwanderung, die Balance zwischen Recht und Verbrechen, religiös motivierter Terrorismus, Konsequenzen zunehmender Technophilie und die immerwährende Kluft zwischen den Generationen werden thematisiert und bieten einen interessanten Hintergrund für die Figuren der Serie.

Trotz des Versuches, der Gesellschaft Capricas durch einen ungewöhnlichen 50er-Jahre-Look eine gewisse Exotik zu verleihen, lassen sich Parallelen zur gegenwärtigen US-amerikanischen und westlichen Gesellschaft kaum abstreiten. Themen wie Rassismus und Migration, Internet-Subkulturen oder die fragwürdige technologische Dominanz einzelner Unternehmen besitzen, nicht nur in den Vereinigten Staaten, eine ähnliche Aktualität wie seinerzeit die Terrorismus-Allegorie von "Battlestar Galactica".

Der Pilotfilm scheut sich dabei nicht, diese Aspekte ähnlich offen zu zeigen und zu problematisieren, wie "Galactica" dies mit religiösem Fundamentalismus getan hat – als Bestandteil des Serienuniversums und Spiegel unserer eigenen Gesellschaft. Wo der Glaube an den Einen Gott jedoch als ein interessantes Kuriosum der zylonischen Gesellschaft verstanden werden konnte, sind die Abwertung der Bewohner Taurons oder der Generationenkonflikt (inklusive der Verrohung der Gesellschaft) in "Caprica" mit unter schon etwas zu stark aufgesetzt. Wenngleich diese Probleme durchaus aktuell und interessant sind, hätte eine etwas subtilere Darstellung ihrer Glaubwürdigkeit und Eindringligkeit sicher gut getan.

Neben diesen Themen setzt "Caprica" außerdem die Erkundung nach der Frage menschlicher Identität fort, welche bereits in "Battlestar Galactica" oft aufgekommen ist: Was zeichnet einen Menschen aus? Wo liegt der feine Unterschied zwischen Kopie und Original? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für alle Umstehenden? Der Pilot lässt dabei zunächst nur Meinungen aufeinanderprallen und liefert, wenig überraschend, noch keine Antworten. Es lässt sich jedoch vermuten, dass sich die Serie intensiv mit diesem fundamentalen Thema auseinandersetzen wird.

Schauspielerisch kann der Pilotfilm den hohen Qualitätsstandard von "Battlestar Galacitca" nur bedingt beibehalten. Eric Stoltz brilliert in seiner Rolle als manipulativer Technologiemogul Daniel Graystone und steht ohne Frage im Mittelpunkt des Geschehens. Paula Malcomson und Polly Walker verleihen ihren Figuren emotionale Tiefe, wenngleich deren Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist. Gelungen ist auch die Darstellung von Magda Apanowicz' Lacy Rand, die zudem überraschend viel Screentime erhalten hat.

Die Darstellung Joseph Adamas hingegen wirkt ein wenig hölzern. Es wird sich zeigen müssen, ob dies ein Problem des Drehbuchs oder des Schauspielers Esai Morales ist. Auch die jugendlichen Darsteller Alessandra Torresani, Avan Jogia und Sina Najafi zeigen in ihrer Darbietung Schwächen. Eine gewisse Natürlichkeit kann ihren Figuren dabei nicht abgesprochen werden, allerdings ist der qualitative Unterschied zu den älteren und erfahreneren Kollegen zu groß, als dass er nicht negativ auffallen würde.

Stilistisch geht der Pilotfilm viele eigene Wege. Wo "Battlestar Galactica" auf dunkle Farben und hohe Kontraste, körniges Bildrauschen, indirekte Beleuchtung und eine dokumentarische Handkamera gesetzt hat, präsentiert sich "Caprica" in kühlen Pastelltönen, sanften und weichen Bildern und einer ruhigen und intimen Kameraführung. Regisseur Jeffrey Reiner hat es verstanden, die fremde Welt dieser Serie durch die Augen ihrer Protagonisten zu zeigen – gerade die lähmende Stille nach dem Terroranschlag zu Beginn wurden dabei in einigen eindrucksvollen und poetischen Bildern umgesetzt, ebenso überzeugen einige sehr gelungene Dialogszenen.

Visuelle Effekte spielen in "Caprica" eine weitaus weniger tragende Rolle als in der Mutterserie und sind dennoch überraschend stark präsent. Die Darstellung Caprica Citys ist ebenso Detailverliebt wie ihr Gegenstück im "Battlestar"-Finale und kann größtenteils überzeugen. Schön anzusehen ist ebenfalls der kleine Haushaltsroboter im Hause Graystone, der sich fast nahtlos in seine Umgebung einfügt. Die größten Abstriche gibt es leider bei der Darstellung des zylonischen Prototypen: Obwohl dieser deutlich ausgefeilter wirkt als die alten Zylonen in "Razor", kann seine Herkunft aus dem Computer kaum überspielt werden – nicht zuletzt in den Kampfsimulationen, in denen auch die gesamte Umgebung virtuell erzeugt wurde.

Für die musikalische Untermalung ist "Galactica"-Komponist Bear McCreary verantwortlich, der sich bewusst dazu entschlossen hat, "Caprica" einen ganz eigen- und fast bodenständigen Score zu verleihen. Streichinstrumente und Klaviermusik geben im Piloten den Ton an und unterstreichen die ruhigen Bilder überwiegend mit der Variation eines einzigen Themas. Was sich im Vergleich zu "Battlestar Galactica" langweilig anhören mag, funktioniert im Kontext des Piloten äußerst gut – nicht zuletzt, da McCreary auch einige wenige Taiko-Arrangements zur Vertonung der Zylonen-Szenen einsetzt und in einem äußerst passenden Moment ein Zitat des altbekannten "Adama Family"-Themas anbringt.

Fazit: Der Pilotfilm von "Caprica" besticht nicht nur durch seinen interessanten Plot und einige wundervoll gezeichnete Charaktere, sondern auch durch die Bereitschaft aller Beteiligten, sich von "Battlestar Galactica" klar abzugrenzen. Wenngleich es auch in diesem Review schwer gefallen ist, keine Parallelen zur Mutterserie zu ziehen, so scheint es doch fair, diese neue Serie als eigenständiges Werk zu akzeptieren, welches nur einige Oberflächlichkeiten mit dem 60 Jahre später angesiedelten Endzeitdrama gemein hat.

Die erste Episode macht insgesamt einen guten Eindruck und dürfte allen, die sich auf ein ruhigeres Charakter- und Gesellschaftsdrama freuen, sicher Lust auf mehr machen. Kleine Einstiegsfehler erlaubt sich der Pilot jedoch: Die schwächelnde Darbietung einiger Schauspieler oder der überzeichnete Fremdenhass der Gesellschaft Capricas, seien hier noch einmal als Beispiele genannt.

Trotz der frühen Veröffentlichung des Pilotfilms wird nach dem Anschauen auch schnell klar, dass dieser nie als Einzelepisode geplant war, sondern als Einstieg in eine Serie dienen soll, welche sich ausführlicher mit den interessanten philosophischen Problemen auseinandersetzen und einigen viel zu kurz gekommenen Charakteren mehr Spielraum verleihen kann. Ob dies tatsächlich gelingt, wird sich zeigen, nachdem die erste reguläre Folge der Serie, "Rebirth", nächste Woche ausgestrahlt wurde.


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  1. Staffel von Caprica

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1.01  Pilot (TV-Fassung)
1.02  Rebirth
1.03  The Reins of a Waterfall
1.04  Gravedancing
1.05  There Is Another Sky
1.06  Know Thy Enemy
1.07  The Imperfections of Memory
1.08  Ghosts in the Machine
1.09  End of Line
1.10  Unvanquished
1.11  Retribution
1.12  Things We Lock Away
1.13  False Labor
1.14  Blowback
1.15  The Dirteaters
1.16  The Heavens Will Rise
1.17  Here Be Dragons
1.18  Apotheosis


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