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Resurrection Ship, Part 1
Deutscher Titel: Die Auferstehung, Teil 1
Nummer: 2.11 Weltweite Erstausstrahlung: 06.01.2006
Deutsche Erstausstrahlung: 27.07.2006
Story von: Anne Cofell Saunders
Regie: Michael Rymer
Hauptcast: Edward James Olmos (Commander William Adama), Mary McDonnell (Präsidentin Laura Roslin), Jamie Bamber (Captain Lee "Apollo" Adama), Katee Sackhoff (Lieutenant Kara "Starbuck" Thrace), James Callis (Doctor Gaius Baltar), Tricia Helfer (Number Six)
Gastschauspieler:
Luciana Carro (Lt. Louanne 'Kat' Katraine), Brad Dryborough (Hoshi), Michelle Forbes (Admiral Helena Cain), Kavan Smith (Richard 'Buster' Bayer), Kirsten Williamson (Pilot)
Kurzinhalt
Adama und Admiral Cain müssen ihre persönlichen Differenzen beiseite legen, als Starbuck mit neuen Informationen über ein unbekanntes zylonisches Schiff zurückkehrt. Doch eine neue Enthüllung über den Kampfstern Pegasus könnte die schwierige Allianz sofort beenden.
Langinhalt
Rag-Tag-Fleet - Wir setzen ein, wo wir in der letzten Folge aufgehört haben.
Die Viperstaffeln der Pegasus und der Galactica nähern sich einander. Kat,
die offenbar die Staffelführerin der Galactica-Vipers ist, lässt Dualla bei
Adama anfragen, wie es denn weitergehen soll. Adama gibt jedoch keine weiteren
Anweisungen. Tigh rät ihm, die Bordkanonen auf die Pegasus zu richten.
Zylonenflotte; Erkundungsmission - Kara nähert sich mit der Blackbird dem
wie eine Kathedrale geformten, unbekannten Zylonenschiff. Um nicht entdeckt
zu werden, schaltet sie sämtliche Systeme ab und lässt sich dicht an der
"Kathedrale" vorbeitreiben. Dabei schießt sie mit ihrer Bordkamera jede
Mange Fotos des Schiffes. Nachdem sie es passiert hat, aktiviert sie wieder
ihre Systeme und springt zurück zur Galactica.
Rag-Tag-Fleet - Im All nichts neues. Die Vipers fliegen noch immer
aufeinander zu und haben keine Feuerfreigabe. Als sie schließlich
aufeinandertreffen, versuchen sie hektisch, sich gegenseitig
auszumanövrieren. Stim-Junkie Kat ist offenbar wieder einmal voll drauf und
verlangt wiederholt Feuerfreigabe. Einer der Pegasuspiloten beginnt, mit ihr
"Chicken" zu spielen.
Inzwischen erhält Stinger von der Pegasus den Befehl, seinen Co-Piloten Lee
seines Postens zu entheben, was er auch prompt tut. Lee wird die Luft da
vorn offenbar zu stickig, also bittet er darum, in den hinteren Teil des
Raptors gehen zu dürfen.
Kat verliert inzwischen das Chickengame, was ihren Hitzkopf nur noch mehr
aufheizt. Sehr aufgebracht bittet sie erneut um Feuererlaubnis.
Lee benutzt die hintere Computerkonsole des Raptors, um eine verschlüsselte
Botschaft an Kara zu schicken. Ob sie irgendwo da draußen sei, möchte er
wissen.
Sie ist es. Genaugenommen kommt sie gerade an. Verständlicherweise verwirrt
durch da sich ihr bietende Chaos, möchte sie wissen, was eigentlich los
sei. Durch das Senden der Nachricht wird sie von den Sensoren der Pegasus
entdeckt und für einen Raider gehalten. Gleiches geschieht auf der
Galactica. Beide Schiffe ordern ihre Vipers, den vermeintlichen Raider
abzufangen. Aus den chaotisch wirkenden Manövern der zwei Staffeln bildet
sich blitzschnell eine geschlossene Formation mit Kurs auf die Blackbird.
Kara macht das natürlich sichtlich nervös. "Starbuck an alle Vipers. Nicht
feuern! Wiederhole. Nicht feuern! Ich bin ein Freund. Wir sind alle Freunde.
Also verhalten wir uns auch freundlich!"
Überall sind alle ob der plötzlichen Wendung baff. Tigh dankt den Göttern,
dass Kara mal wieder einen ihrer verückten Stunts abgezogen hat.
Adama lässt sich zwecks Verhandlungen noch einmal mit Cain verbinden. Kara
übermittelt inzwischen die Fotos von ihrer Mission an die Pegasus. Cain
kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, da sie nie zuvor so detaillierte
Bilder dieses Schiffes gesehen hat. Dass Kara dies allein durchgezogen hat,
beeindruckt sie ebenfalls sehr. Cain wendet sich wieder Adama zu und erklärt
sich zu einem Waffenstillstand bereit. Adama soll sich persönlich bei ihr
einfinden. Dem gefällt die Idee nicht wirklich, also schlägt Cain die
Colonial One als neutralen Boden vor. Adama ist einverstanden. Cain schaut
sich noch ein paar mehr der Fotos an, darunter letztendlich auch eines, dass
das Innenleben des Schiffes zeigt, sprich, jede Menge Sixes die in
Borg-artigen Alkoven zu "schlafen" scheinen. - Credits
Colonial One - Roslins Erfahrung als Lehrerin macht sich bezahlt, als sie
Adama und Cain vor sich sitzen hat wie zwei Raufbolde, die zum Büro des
Rektors bestellt wurden. Ihre obligatorische Standpauke wird jedoch von Cain
unterbrochen, die das (Kriegs-)Recht auf ihrer Seite sieht. Über rechtliche
und moralische Feinheiten zu debattieren, sei ein Luxus, den man sich nicht
leisten könne. Roslin fasst noch einmal zusammen. Zwei Commander zweier schwer
bewaffneter Kriegsschiffe, bereit sich an die Kehle zu gehen. Sie ist sich sicher, dass die Pegasus einen solchen Kampf gewinnen würde. "Darauf
würde ich nicht wetten", trotzt Adama, was Roslin ein müdes und leicht
genervtes Seufzen entlockt. Zweifellos hat sie diese Sprüche in ihrem
früheren Beruf sehr oft gehört.
Sie meint, außer einem Kompromiss oder einem Kampf, der beiden Seiten
Menschenleben kosten würde, gäbe es keine weiteren Optionen. Cain
entscheidet sich für den Kompromiss, da sie die Galactica noch braucht und
setzt die Hinrichtung von Helo und Tyrol bis nach dem Angriff auf die
Zylonenflotte aus. Roslin ist einverstanden.
Pegasus; Cains Readyroom - Cain hat Kara zu sich bestellt, Sie befördert sie
zum Captain und macht sie zum neuen Pegasus-CAG. Sie brauche einen CAG, der
in der Lage ist, auch selbst die Initiative zu ergreifen. Karas Aktion mit
der Blackbird hat ihr bewiesen, dass Kara die Richtige für den Job ist. Kara
möchte auch Lee, der degradiert und dessen Flugerlaubnis widerrufen wurde,
in ihrem Team. "Bekommen Sie immer, was sie wollen?", möchte Cain wissen.
"Meistens, Sir", Antwortet Kara. "Gut... ich ebenfalls", entgegnet Cain. Sie
könne Lee haben. Cain schneidet das Thema des Widerstandes auf Caprica an.
Sie plant, letztendlich zu den Kolonien zurückzukehren und die Zylonen von
dort zu vertreiben (und die Strahlung auch?). Kara hält dies für die beste
Idee, die sie seit langem gehört hat.
Colonial One - Adama und Roslin sitzen schweigend nebeneinander. Schließlich
meint Roslin, dass Cain zu töten die einzige Möglichkeit ist, die Adama
bleibt. Der möchte davon nichts wissen. Roslin erklärt, dass Cain sich nur
etwas Zeit verschafft hat, und früher oder später definitiv versuchen wird,
Adama aus dem Weg zu räumen. Was glaube er, würde mit der Flotte passieren,
sobald er eliminiert ist, fragt sie ihn. "Die ganze Welt ist wohl verrückt
geworden", meint Adama und geht.
Galactica; Krankenstation - Cottle diagnostiziert in Adamas Beisein außer
einer angeknacksten Rippe keine Verletzungen bei Sharon infolge des
"Angriffes". Auch dem Baby gehe es gut. Sharon möchte wissen, was nun mit
Helo und Tyrol geschehen wird; ob die Beiden wirklich hingerichtet werden.
Adama will das nicht zulassen. Zurück beim Thema 'versuchte Vergewaltigung'
meint Cottle, dies sei eine unverzeihliche Tat gewesen. Adama entschuldigt
sich in aller Form für das, was Sharon unter seiner Wache passiert ist und
übernimmt die volle Verantwortung. Cottle solle zusehen dass sie, sobald
klar ist, dass gesundheitlich alles okay mit ihr ist, wieder in ihre Zelle
zurückkommt.
Pegasus; Brig - Lee besucht Helo und Tyrol, um sie darüber zu informieren,
was in den letzten 20 Minuten der Episode so alles passiert ist.
Hallu-Caprica; Baltars Hallu-Villa - Baltar und Six unterhalten sich
post-koital. Baltar gesteht, dass er keine Lust mehr auf diese
Caprica-Fantasien hat. Viele Zuschauer stimmen ihm zu. Er glaubt, er
vermisst Caprica nicht mehr wirklich. Six erzählt ihm, dass sie am meisten
die Sportverantstaltungen vermisse. Die gesammelten Emotionen der
Zuschauermassen hätten auf sie immer wie elektrische Energie gewirkt. Obwohl
sie wusste, dass Baltar keinerlei Interesse an diesen Veranstaltungen hatte,
hatte sie immer zwei Tickets, um so zu tun, als ob er dabei wäre.
Auf der Pegasus-Brig wird Baltar von der sich öffnenden Zellentür aus seinen
Tagträumen gerissen. Cain zeigt sich gespielt beeindruckt, dass er Gina dazu
gebracht hat, zu essen, und möchte wissen, ob es auch auf Kommando
herumrollen und bellen könne. Ginas geschunderner und gebrochener Körper
wirkt auf Cain wohl unwiderstehlich und löst Tritt- und Spuck-Reflexe aus.
Baltar bittet Cain, aufzuhören, da ein solches Vorgehen seine erzielten
Fortschritte zunichte machen könnte. Cain drückt ihm Ausdrucke der Fotos des
Zylonenschiffes in die Hand, und befiehlt ihm, herrauszufinden, worum es
sich dabei handele. Während Baltar Cain beim Verlassen der Brig beobachtet,
kommt hinter ihm Gina auf die Beine, springt ihn an und beginnt, ihn zu
würgen. Nach ein paar Sekunden lässt sie von ihm ab, und beide kriechen
rückwärts in entgegengesetzte Seiten der Zelle. "Ich möchte sterben. Wirst
du mir dabei helfen?", fragt Gina, weinend. Baltar ist sprachlos.
Galactica; Flightdeck - Adama schaut vorbei, um zu sehen, wie der neue
Chief, Laird, so zurechtkommt (nicht sehr gut). Cally erklärt ihm, dass
Laird eigentlich Zivilist an Bord der Scylla war, bevor er eingezogen wurde.
Gerüchte gehen um, dass die Pegasus früher auch eine zivile Flotte hatte.
Allerdings sei mit der irgendetwas passiert.
Kurz darauf. Tigh, dessen Trinkparties mit Fisk sich als unschätzbare
Informationsquelle in Bezug auf Cains Kommandomethoden erwiesen haben, fragt
Fisk über jene zivile Flotte aus. Wie sich herrausstellt, wurden die zivilen
Schiffe letztendlich ausgeschlachtet. Nicht einmal die Sprungantriebe wurden
ihnen gelassen. Auch Zivilisten mit brauchbarer Ausbildung wurden
mitgenommen. Die, die nicht kooperierten, mussten mit ansehen, wie Cain ihre
Familien exekutieren ließ.
Pegasus; Piloten-Briefing-Raum - Kara ist damit beschäftigt, den Angriff auf
die Zylonenflotte zu planen, als Lee bei ihr vorbeischaut. Nachdem er ihr
erzählt hat, dass es Helo und Tyrol soweit gut geht, bittet sie ihn, ihr bei
der Planung zu helfen. Lee möchte lieber etwas gegen Cain unternehmen, doch
Kara sieht das als sinnlos an.
Brig - Baltar gibt Gina frische Sachen. Er dreht ihr den Rücken zu, während
sie sich umzieht, kann sich aber nicht einige verstohlene Blicke über seine
Schulter verkneifen. Alles, was er sieht, ist jedoch Ginas vernarbter und
geschundener Rücken. Nachdem sie fertig ist, will er wissen, ob sie sich
ihrer zylonischen Natur immer bewusst war, was Gina bejaht. Sie war eine
Soldatin mit einer Mission, die sie auszuführen hatte. Danach, dachte sie,
würde sie sterben und in einen neuen Körper gedownloadet werden. Doch das
war nicht der Fall. Baltar distanziert sich von dem, was Gina angetan wurde.
Er würde dafür sorgen, dass es für sie nun besser werde. Doch das ist nicht,
was Gina will. Sie will nur sterben. Endgültig. Und dafür müsse das Schiff
zerstört werden, dessen Foto Baltar bei sich hat.
Cains Readyroom - Baltar teilt Cain und Kara seine Ergebnisse mit. Mithilfe
Ginas konnte er das Schiff als "Ressurection Ship" identifizieren. Da die
Flotte der Menschen zuweit von den Kolonien und der Heimatwelt der Zylonen
entfernt ist, funktioniert der Downloadprozess nicht. Also musste ein
mobiles Wiederbelebungsschiff gebaut werden, das nun der Galactica folgt.
Kara schlussfolgert, dass die Zylonen, sobald sie Gefahr laufen, wirklich zu
sterben, aufhören könnten, die Menschen zu verfolgen.
Colonial One - Roslin ist gesundheitlich stark angeschlagen. Adama erzählt
ihr, was er über die zivile Flotte der Pegasus in Erfahrung bringen konnte.
Roslin ist wenig überrascht. Sie ist umso mehr bestärkt in ihrer Meinung,
dass Cain eliminiert werden müsse. Was er noch für sie tun könne, fragt
Adama. Roslin scherzt, dass sie einen neuen Körper gebrauchen könnte.
Eventuell eines dieser jungen Modelle auf dem Resurrection Ship. "Ich kann
dich mir nicht als Blondine vorstellen“, witzelt Adama. "Du wärst
überrascht." meint Roslin. Als Adama gehen will (und sich heimlich eine
Träne aus dem Auge wischt), erinnert sie ihn noch einmal an Cain: "Sie wird
nicht zögern, dich zu töten. Lass es nicht dazu kommen!"
Pegasus; Brig - Tyrol und Helo unterhalten sich über ihre Gefühle zu Sharon.
Tyrol ist bereit loszulassen, ganz im Gegenteil zu Helo. Der liebt Sharon
nachwievor, und das trotz der Tatsache, dass sie ein Zylone ist und einen
Zylonen-Mensch-Hybriden in Form seines Kindes in sich trägt.
Kurzes Interludium - Cain und Adama brüten jeweils über ihren Logbüchern,
und wohl auch darüber, was sie mit dem jeweils anderen tun werden.
Galactica; Planungsraum - Kara, unterstützt von Lee, erklärt Cain, Adama,
Tigh und Fisk den Angriffsplan. Die Flotte soll in der Nähe der
Zylonenflotte so tun, als ob sie Abbauarbeiten durchführt. Bei Entdeckung
durch die Zylonen sollen alle springen. Ein paar Schiffe sollen mit
angeblichen Sprungantriebsproblemen zurückbleiben, um die Raider von dem
Resurrection Ship wegzulocken. Inzwischen soll Lee mit der Blackbird
unentdeckt zum Resurrection Ship vorstoßen, und dessen Sprungantrieb
zerstören. Als nächstes werden die Viperstaffeln beider Kampfsterne das
Schiff aufs Korn nehmen, während sich die Galactica und die Pegasus um die
zwei Basestars kümmern. Cain ist einverstanden mit dem Plan, doch Adama
möchte Kara noch ein paar Fragen stellen.
Cains Raptor / Galactica; Planungsraum (es wird hin- und hergeschnitten) -
Cain betraut Fisk mit einer Spezialmission. Vor dem Angriff soll er mit
einem Trupp absolut loyaler Marines auf die Galactica wechseln, unter dem
Vorwand, Adamas Handlungen zu überwachen. Sobald das Resurrection Ship
zerstört ist, und die Leute im CIC feiern, wie sie das immer so tun, wird
Cain über das Wireless nach Fisk fragen. Und nachdem sie die Ausführung von
"Case Orange" befohlen hat, soll Fisk mithilfe seiner Marines Adamas
Kommando "terminieren", angefangen mit Adama.
Adama betraut seinerseits Kara mit einer sehr ähnlichen Mission. Sie soll
sich, unterstützt von Lee als Rückendeckung, nach dem Kampf im CIC der
Pegasus melden. Adama wird über Wireless nach ihr fragen, und sobald sie von
ihm das Wort "Downfall" hört, soll sie ihre Waffe ziehen und Cain einen
Kopfschuss verpassen.
Fisk schaut grimmig drein und Kara einfach nur baff und ungläubig. - Fortsetzung folgt.
(Peter Weyh)
Review
RDM und Co. haben wirklich das Talent, noch eins draufzusetzen, wenn man dachte, es ging bereits an die Grenze. Leider ist das der Qualität nicht immer zuträglich.
Von vorn: Dass der Pegasus-Arc in dieser Folge noch nicht abgeschlossen würde, war klar. Doch dass "Resurrection Ship, Part 1" in einem nicht minder dramatischen Cliffhanger endet, hätte ich kaum für möglich gehalten. Überhaupt dürften der schieren Intensität der Episode wieder einmal meine Fingerkuppen zum Opfer gefallen sein.
Das war schon harter Stoff, der uns auch dieses Mal geboten wurde. Das beginnt mit der krassen, fast unglaublichen Enthüllung über die Hinrichtung und das Zurücklassen von wehrlosen Zivilisten. Erschreckend, dass die Crew offenbar dem gegenüber so gleichgültig gewesen muss.
Denn das "Monster" ist ja nicht nur Cain - falls sie eines ist - sondern diese organisierte Unmenschlichkeit der gesamten Besatzung. Aber die wurzelt wohl auch schon in der Zeit vor der großen Zylonenattacke. Als Cain der misshandelten Six gegenübertritt, lassen einen die fiesen Autoren förmlich wünschen, die "gute" Komplizin der verrückten Terroristen möge der "bösen" Anführerin der fast ausgelöschten Menschheit an die Kehle gehen.
Sowas nimmt mit, da komme ich ins Grübeln. Die Grenzen werden verwischt - für wen kann man da noch sein?
Überraschend entwickelt sich Cain ein wenig zum Besseren und entwickelt eine seltsame Beziehung zu Starbuck, die sich in einer genauso schwierigen Lage befindet wie alle anderen. Das verleiht dem Charakter der Admiralin nötige Tiefe, nimmt ihm aber auch etwas von bedrohlichen enigmatischen Aura in "Pegasus".
Einmal mehr eine starke Performance liefert Mary McDonnell. Wirklich fesselnd, wie sie Adama zu einem Attentat überredet. Nachdem sie in der letzten Episode sauer lächelnd unter die Räder zu kommen schien, ist sie nun wieder der Boss. Welch tragischer Segen und Fluch zugleich ist doch dieser Krebs - er bringt so viel Drama. Und doch würde es mir das Herz brechen, die beste Schauspielerin, den besten Charakter und einen würdigen Adama-Widerpart zu verlieren.
Als größten Schwachpunkt der Episode sehe ich das titelgebende Schiff selbst. Irgendetwas mit den humanoiden Zylonen war ja zu erwarten. Und diese Konstruktion schaut auch ziemlich cool aus. Aber wirklich Sinn machen das Design und das Interieur nicht. Befinden sich die inaktiven Körper etwa direkt an irgendwelchen Verstrebungen? Und warum können Basestars nicht resurrecten? RDM, das war mir ein bisschen zu trashig, um ehrlich zu sein.
Fazit: Guter bis sehr guter Auftakt der zweiten Staffelhälfte, ein veritabler Cliffhanger mit intensiven Szenen und schockierenden Momenten. Doch wie so oft wird die Auflösung dem eigentlichen ersten Teil nicht ganz gerecht.
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