The Plan auf DVD

Der Film um die Zylonen
als Coda zur Serie




Deutsche Fassung
ab 02.09.2010 im Handel

Caprica City
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Blu-rayDVD











Daybreak, Part 1


Deutscher Titel: Götterdämmerung, Teil 1
Nummer: 4.19
Weltweite Erstausstrahlung: 13.03.2009
Deutsche Erstausstrahlung: (noch) unbekannt

Drehbuch: Ronald D. Moore
Regie: Michael Rymer

Links: Trailer und Previews, Thread im Forum

Hauptcast: Edward James Olmos (William Adama), Mary McDonnell (Laura Roslin), Jamie Bamber (Lee "Apollo" Adama), Katee Sackhoff (Kara "Starbuck" Thrace), James Callis (Gaius Baltar), Tricia Helfer (Number Six)
Gastschauspieler: Bodie Olmos (Brendan "Hot Dog" Costanza), Tahmoh Penikett (Karl "Helo" Agathon), Michael Trucco (Samuel Anders), Aaron Douglas (Galen Tyrol), Donnelly Rhodes (Sherman Cottle), Kate Vernon (Ellen Tigh), Michael Hogan (Saul Tigh), Matthew Bennett (Aaron Doral), Finn R. Devitt (Nicholas Tyrol), Leela Savasta (Tracey Anne), Colin Corrigan (Allan Nowart), Lara Gilchrist (Paulla Schaffer), Colin Lawrence (Hamish "Skulls" McCall), Brad Dryborough (Louis Hoshi), Leah Cairns (Margaret "Racetrack" Edmondson), Dean Stockwell (Cavil), Kerry Norton (Layne Ishay), Rick Worthy (Simon), Rekha Sharma (Tory Foster), Anthony St. John (Marine #2), Richard Jollymore (Marine #1), Stefanie Samuels (Polizistin), Kevin McNulty (Frank Porthos), Tiffany Burns (Carolyn), Sarah Deakins (Cheryl), France Perras (Sandra), Elan Ross Gibson (Barbara), Simone Bailly (Shona), Antony Holland (Julius Baltar), Tobias Mehler (Zak Adama), Iliana Gomez-Martinez (Hera Agathon), Darcy Laurie (Dealino)

Kurzinhalt

Die Crew der Galactica bereitet sich darauf vor, das alternde Schiff aufzugeben. Doch Admiral Adama kommen Zweifel an seiner Entscheidung Hera Agathon kampflos zurückzulassen.




Langinhalt



Review

Das Finale von "Battlestar Galactica" beginnt mit einem Blick auf eine strahlende Galaxie, einem Vogel der verwirrt umherfliegt und versucht sich aus seiner Lage zu befreien und schließlich dem Anbruch eines neuen Tages über einer wunderschönen, anmutig wirkenden blauen Welt. Es ist ein Anfang der Mut macht, Hoffnung schenkt und zugleich Wehmut und Trauer weckt, in Erinnerung all der Dinge, die seit dem Fall der Kolonien verloren wurden. Es ist, ohne Frage, ein Anfang und ein Ende zugleich.

Die ersten Minuten von "Daybreak" konzentrieren sich darauf verschiedene Charaktere auf Caprica, lange vor dem Angriff, in scheinbar alltäglichen, fast schon banalen Situationen zu zeigen. William Adama bewirbt sich für einen zivilen Job, Kara Thrace trifft zum ersten Mal auf den Bruder ihres Lebensgefährten Zak und Laura Roslin verbringt den Nachmittag mit ihren jüngeren Schwestern, nur um Morgen darauf von deren Unfalltod zu erfahren. Gaius Baltar hingegen kümmert sich um seinen alten, verbitterten Vater, während Caprica-Six diese ihr unvertraute Art von zwischenmenschlicher Beziehung nutzt um Lektionen über die Menschheit und Menschlichkeit zu lernen.

Es überrascht bei diesen Rückblenden festzustellen, wie wenig über die Vergangenheit vieler Charaktere bekannt ist und wie weit diese mittlerweile von ihrem ursprünglichen Leben entfernt sind. Eine häusliche, verliebte und leichtsinnige Kara Thrace erscheint ebenso befremdlich wie ein Lee Adama, der sich hemmungslos betrinkt, ein Gaius Baltar, der verzweifelt versucht sich um seinen Vater zu kümmern oder eine lachende Laura Roslin, die einen Tag mit ihrer Familie genießt.

Inszeniert wird dieser Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart am stärksten in der Szene, in der Roslin vom Tod ihrer Familie erfährt. Sie ist verunsichert, panisch, kann die Tragweite dieses Ereignisses sichtlich noch nicht begreifen. Und dann geht sie hinaus in die Welt, an einem sonnigen Tag und steigt in einen Brunnen am Riverwalk Market und lässt sich von den Wasserstrahlen durchnässen. Die Botschaft dieser leicht surreal erscheinenden Sequenz ist eindeutig: Leben.

Trotz ihres Verlustes entscheidet sich Laura nach dem Leben zu greifen, sich nicht einschüchtern und unterkriegen zu lassen. Als die Szenerie jedoch in die Gegenwart wechselt, zurück in die vertrauten und zugleich kahlen und lebensarmen Räume der Galactica, sehen wir Roslin, viele Jahre später, am Ende ihrer Tage: Eine Frau, die von Verlust und Enttäuschung geprägt und einem langen Kampf gegen eine unaufhaltbare Krankheit gezeichnet wurde.

Die Handlung in der Gegenwart fällt auffallend simpel aus: Admiral Adama hadert mit der Entführung von Hera und der Tatsache, dass die Galactica schon bald aufgegeben wird. Schließlich verleiten ihn eine Begegnung mit Hot Dog und ein Gang durch eine gespenstisch leere Memorial Hall dazu, die Tochter der Agathons nicht kampflos dem Feind zu überlassen. Ein Gespräch mit Anders und eine Ansprache auf dem Hangardeck später, beginnen schließlich die Vorbereitungen für die letzte Mission des Kampfsterns Galactica.

Inszeniert wurde die Episode von Regisseur Michael Rymer, der damit die Chance erhalten hat, sein fünf Jahre vorher mit der Miniserie begonnenes Werk zu beenden. Man sieht der Folge gleichermaßen Rymers Vertrautheit mit Geschichte, Sets und Charakteren und seinen Mut, ungewöhnliche und eindrucksvolle Einstellungen zu finden, an. Der Übergang zwischen Flashbacks und gegenwärtiger Handlung gehört ebenso dazu, wie die Versammlung der Crew für Adamas Ansprache oder die sich um die Charaktere drehende Kamera in den letzten Momenten der Folge – ein Stilmittel, welches in vielen Episoden des Regisseurs effektiv eingesetzt wird.

Optisch beeindruckt ebenfalls die Visualisierung von Caprica City. Der Flug über die Stadt ist eine gelungene Hommage an den Beginn der Miniserie und überrascht zugleich durch seine Detailverliebtheit und den Realismus der Effekte – der Unterschied zu dem vergleichsweise einfachen Computermodell, welches fünf Jahre zuvor verwendet wurde, ist bemerkenswert.

Musikalisch stechen zwei Themen aus der Episode hervor: Das harmonische, beinahe lyrische Musikstück zu Beginn und die verspielte, militärische Melodie, welche die Szenen im Hangardeck unterstreicht. In beiden Fällen hat es Bear McCreary verstanden, die Bilder mit seiner Musik zu untermalen und altbekannte Melodien einzuweben, welche den Eindruck des bevorstehenden Endes nur noch verdeutlichen.

Denn dieses ist unausweichlich und wird mit den Schlussworten der Episode unterzeichnet. Die Galactica begibt sich auf eine, sicher fragwürdige, aber im Anbetracht aller Ereignisse doch konsequente Selbstmordmission und alle, die eine endgültige Konfrontation mit Cavils Zylonen nicht scheuen, dürfen sich an dieser beteiligen.

Es ist interessant zu sehen, wie einzelne Charaktere mit dieser Entscheidung umgehen: Starbuck unterstützt die Mission von Anfang an. Lee, Saul und Ellen sind die ersten, welche die rote Linie überqueren. Caprica hat ihre Wahl für die Menschheit schon vor langer Zeit getroffen und wird dennoch kritisch von Adama betrachtet. Cottle zögert nicht und wird doch abgewiesen, weil er einer der wenigen tatsächlich unersetzbaren Überlebenden ist. Tory sträubt sich und wird dann von Tyrol mitgeschliffen.

Hot Dog beweist seine Loyalität erneut. Baltar kämpft sichtlich mit sich selbst nur um dann - zur Enttäuschung Capricas - seinen Ängsten und Überlebensinstinkt nachzugeben. Schließlich erscheint Roslin, gebrechlich und am Ende ihrer Kräfte, und fällt die Entscheidung ihre letzten Momente für die Sache - für die Galactica, für Adama und für Hera - zu geben und greift damit erneut nach dem Leben. Es ist ein starker und rührender Moment, der zugleich nachdenklich stimmt: In Anbetracht aller Umstände, erscheint es wahrscheinlich, dass nicht nur die todkranke Präsidentin den Anbruch des nächsten Tages nicht mehr erleben wird.

Fazit: Ähnlich wie die ersten Teile von "Lay Down Your Burdens" oder "Crossroads" ist die erste Hälfte von "Daybreak" nur eine Einstimmung auf die Ereignisse, die noch folgen werden. Sie dient als Exposition und finaler Blick auf die Charaktere und besticht durch ihr langsames Tempo und den Aufbau von Stimmung und Erwartungen für das bevorstehende Finale.

Eine gelungene Einleitung für das Ende ist die Folge durchaus, zumindest dann, wenn man als Zuschauer dazu bereit ist, sich kurz vor Schluss noch einmal von der Handlung und Mythologie der Serie abzuwenden. Der Episode mag es dadurch an großen Höhepunkten fehlen, aber vielleicht ist sie gerade deshalb eine überzeugende Umsetzung des Credos von Autor Ronald D. Moore: "It's about the characters, stupid!"

von Philip Arendt (penumbra)
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    4. Staffel von BSG

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Threads zu den Episoden

4.01  He That Believeth in Me
4.02  Six of One
4.03  The Ties That Bind
4.04  Escape Velocity
4.05  The Road Less Traveled
4.06  Faith
4.07  Guess What's Coming to Dinner?
4.08  Sine Qua Non
4.09  The Hub
4.10  Revelations
4.11  Sometimes a Great Notion
4.12  A Disquiet Follows My Soul
4.13  The Oath
4.14  Blood on the Scales
4.15  No Exit
4.16  Deadlock
4.17  Someone to Watch Over Me
4.18  Islanded in a Stream of Stars
4.19  Daybreak, Part 1
4.20  Daybreak, Part 2


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