Kaum ein stilistisches Element von "Battlestar Galactica" hat von Fans und Kritikern gleichermaßen so universelles Lob erhalten, wie die ungewöhnlich vielseitige und stimmungsvolle Musik von Serienkomponist Bear McCreary.
Ob Taiko-Trommeln, Toaster, Biwa, Violine, Piano, 60-er-Folk-Songs oder ätherischer Gesang - es gibt fast nichts, was der Musiker nicht in seinem Score untergebracht hat.
An dieser Stelle möchten wir die Arbeit des Komponisten - auch jenseits von "Battlestar" und "Caprica" - vorstellen sowie einen Überblick über seine nicht weniger musikalischen Familienangehörigen geben.
Bear McCreary
Bear McCreary wurde am 17. Februar 1979 geboren. Er studierte an der USC Thornton School of Music unter dem renommierten Komponisten Elmer Bernstein und begann seine Karierre vor allem mit der Vertonung von Kurzfilmen.
Im Jahr 2003 arbeitete er mit Richard Gibbs an acht Tracks der "Battlestar Galactica"-Miniserie. Als das Remake im darauf folgenden Jahr in Serie ging, übernahm McCreary die Rolle des alleinigen Komponisten. Ein halbes Jahrzehnt, über 60 Stunden Musik und vier erfolgreiche Soundtrackalben später, zählt der junge Musiker zu einem der kreativsten und frischesten Talente Hollywoods.
Zu seinen weiteren Werken gehört die Musik der Serien "Eureka", "Terminator: The Sarah Connor Chronicles", "Trauma", "Human Target", der DVD-Filme "Rest Stop", "Rest Stop 2" und "Wrong Turn 2", der Videospielreihe "Dark Void" und des geplanten Anime-Kinofilms "Titan Rain".
Musicians@Google: Bear McCreary & Raya Yarbrough (12. März 2010)
Die Stimmen der Serie
In der ersten Staffel von "Battlestar Galactica" wurden eine Reihe von Sängerinnen und Sängern für verschiedene Stücke engagiert. Dazu zählen Melanie Henley Heyn ("Battlestar Operatica"), Lillis Ó Laoire und Ken Stacey ("Wander My Friends"), Daniel McGrew ("Bloodshed") sowie Michael Now und Caitanya Riggan ("Main Title UK Version"). In "Caprica" gesellen sich die Musiker von Captain Ahab ("Was Love") und Elissa Johnston ("Caprica Operatica") in diese Runde.
Nachdem sie in Season 1 bereits oft im Hintergrund zu hören waren, übernahmen Bear McCrearys Bruder Brendan und seine spätere Verlobte Raya Yarbrough die meisten Gesangsdarbietungen ab der zweiten Staffel und dem Prequel "Caprica". Mittlerweile treten sie auch mit dem Battlestar Galactica Orchestra auf.
Kleine und große musikalische Einlagen gab es zudem von den Darstellern Grace Park (in "Six Degrees of Separation"), James Callis und Tricia Helfer (in "Taking a Break from All Your Worries"), Alessandro Juliani ("Gaeta's Lament" und "Caprica Operatica") und Kandyse McClure ("Funeral Pyre").
Brendan McCreary
Brendan "Bt4" McCreary ist im "Battlestar"-Fandom vor allem für seine Cover-Version des Dylan-Klassikers "All Along the Watchtower" berühmt.
Er veröffentlicht außerdem eigene Musik mit BrEndAn's Band, welche auch im Serienfinale "Daybreak" mit dem Song "When Will the Work Be Done?" vertreten war.
Sängerin Raya Yarbrough ist "Battlestar"-Fans am besten bekannt als überweltliche Stimme in Stücken wie "Lords of Kobol", "A Distant Sadness", "The Cult of Baltar" und "Assault on the Colony".
Zudem hat sie 2008 ein Soloalbum veröffentlicht und ist Gründerin des Alternajazz-Festivals in Los Angeles.
Die Bilder verlinken auf die deutschen Amazon-Seiten der Alben. Viele Soundtracks von Bear McCreary können auch günstig bei seinem Stamm-Label LaLaLand Records bestellt werden. Dort gibt es auch gelegentlich für kurze Zeit die Möglichkeit, signierte Exemplare der CDs zu erwerben.
Alle "Battlestar Galactica"-Soundtracks finden sich in unserem Soundtrack-Portal
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